Wie rechts ist die Linke in Kreuzberg?

Versuch einer Diskussion über Rassismus. Aus Protesten am 06.02.01 gehackt...

J.U.: Deutschland muss in Kreuzberg wieder erkennbar sein!  
Makaroff: Warum? Ich frage mich wirklich warum regt sich keiner über den Kasernenhofton von Ossi-Ärzte auf, über pöbelnde deutsche Handwerksburschen und darüber, das schon Sechsjährige dem Leistungsdrill von Topmanagern ausgesetzt werden. Weg mit dem Text da oben!  Oder ihr seid es nicht mehr wert Schwuchteln genannt zu werden.  
n.n.: Makaroff, wenn wenn dich in der Welt was stört, überlegst du dir dann immer gleich noch was anderes, was auch stört und das andere verblassen lässt? Es gibt immer noch was schlimmeres? Schreib an Wojtyla, er wird das mögen!  
n.n.: Das Problem ist eher, finde ich: Wie kommt es, dass das Verhalten von Einzelnen gleich als typisch für 'die' (also alle) TürkInnen, Ossis, Schwuchteln etc. verstanden wird? Woher kommt die Erwartung, sie alle müssten jeweils gleich sein?  
Supertürk: Kreuzberg ist ein türkisches Dorf, und Dorfprolls sind überall auf der Welt gleich. In einer türkischen Stadt sieht das Leben auch anders aus.  
Makaroff: NN Du hast falsch verstanden. Was ich kritisieren wollte ist, das aus drei Punkten eine Reihe gemacht wird, das heißt eine Regel. Nichts gegen Ossi Ärzte Handwerker und Lehrer. Aber der unsägliche text da oben funktioniert nach dem billigsten rassistischen Argumnetationsmuster, die ich kenne. Also weiterhin: weg mit dem Text da oben!  
n.n.: Makaroff, das ist doch kein Propagandatext. Nicht hier. Ich finde es ernsthaft besser, die "billigsten rassistischen Argumentationsmuster" genau zu untersuchen, wie sie funktionieren. These: Erlebnisse (Arztbesuch etc.) werden auf eine bestimmte Weise gedeutet, die die 'Anderen' als Gruppe zusammenfasst und mit Eigenschaften versieht. (Rassismus ist natürlich mehr -- aber was, das kann man doch hier diskutieren?)  
Makaroff: Wie die rassistische Erzählung da oben funktioniert, muß nicht disskutiert werden, das ist offensichtlich. Eigenschaften, die mit einer bestimmten sozialen Situation verbunden sind, werden ethnisch beschrieben. Warum der Arzt die Schwester so behandelt muß nicht weiter erklärt werden. "türkisch" und "Kopftuch" reicht. Ich fordere weiterhin: weg mit dem Text. Rassismus will ich nicht anhand so dummer Verallgemeinerungen diskutieren.  
Sascha B.: Der Text ist nicht verallgemeinernd! Diese Erfahrungen lassen sich nicht damit beiseite wischen, dass man dem Autor eine einseitige Wahrnehmung unterstellt. Man muss auch nicht in jedem Satz miterwähnen, dass man Nazi-Skins weitaus übler findet als z.B. türkische Jung-Machos. Der Artikel von srip ist in der Tat ein "Leitkultur-Beitrag" - es geht aber nicht um eine deutsche Leitkultur, sondern um eine humanistische (die sich auch gegen fast alles Deutsche stellen muss).  
Uwe_HH: voll cool, dass hier mal versucht wird, über "Leitkultur" zu reden ohne Ängste. Drecks-CDU, aber eine Linke hat die Diskussion gut nötig. Ich war Hausbesetzer, danach Selbsthilfe, das Haus gehört "uns", wir wohnen im Schanzenviertel, in unserem Haus gibt's außer meinem Freund keine Nichtdeutschen. Wie rechts ist die Linke, Danke für diese Frage.  
Andy: Uwe_HH, worauf willst Du hinaus? Dass sich Kulturen nicht mischen, sondern nur mehr oder friedlich nebeneinander existieren? Das ist aber Großstadtanonymität, der Nachbar interessiert da eben weniger als auf dem Dorf. Mit all seinen Vor-und Nachteilen. Nachbars sind Marokaner, war heute abend dort zum Essen. Ein schöner Abend! srib kennst Du auch andere Türken? Das sind doch nicht deine einzigen Erfahrungen, oder?  
Andy: Makaroff, ich glaub, Du hast ein zu einfaches Weltbild ... die Probleme verschwinden nicht, genauso wie Nazis nicht einfach verschwinden. Raus, weg ... wohin? Frag Dich mal, weshalb Srib nicht bei der NPD anklopft, sondern bei etuxx.  
Makaroff: Ich habe schon geschrieben, wie der Text funktioniert. Drei Erlebnisse, in eine Reihe gestellt, die nichts als die ethnische Deutung verbindet, behaupten eine Regel. Sascha, der Text ist verallgemeinernd. An sich sind solche Verallgemeinerungen auch nicht schlimm. Die meisten Urteile über unsere Umgebung fällen wir so. Das Problem ist, das die rassistische Verallgemeinerung eine ganz bestimmte politische Funktion erfüllt. Der Text hängt nicht in der Luft, sondern befindet sich in einem gesellschaftlichen Kontext. Das macht ihn so unmöglich.  
Makaroff: Woher ist eigentlich das unmögliche Foto, das dem ganzen noch die Krone aufsetzt.  
Kanak Attak: Ihr Drecksrassisten! Erst verwechselt Ihr Euren kümmerlichen Lifestyle mit linksradikaler Politik, und dann setzt Ihr noch die übelsten rassistischen Pamphlete auf Eurer Seite. Könnt Ihr denn noch angeben, wodurch sich Eure Anekdoten vom gängigen Rassismus unterscheiden? Und dann haltet Ihr auch noch trotz Kritik an diesem Nonsens fest. Wenn Ihr diesen Dreck nicht entfernt, sollte man mal ne Diskussion in der Interim starten. Ich habe mir die Seite bereits kopiert.  
Rassisten aufs Maul!: Soll ich mal ein paar Anekdoten über Schwule erzählen? Aber wehe, die werden bei Euch nicht veröffentlicht! Rassistenpack.  
jens: ich finde den text auch nicht glücklich: wir wissen, daß machos blöd sind, und wir wissen, daß macho-sein nicht ursächlich mit türke-sein zusammenhängt. weiter wissen wir, daß viele das oft verwechseln, weil es eine relativ hohe korrelation von beidem gibt. wie zum beispiel bei fremdenfeindlichkeit und deutschen, weil es hier eine kulturelle tradition ist, die staatsangehörigkeit als schubladen-kriterium zu benutzen. das muß man schon dazuschreiben, wenn man so drei begebenheiten aufzählt.  
racism sucks: hallo jens! du findest diesen text also nicht glücklich?! du fändest es wohl auch nicht glücklich, wenn hier ein text erschiene, der darauf aufmerksam macht, dass die mehrheit der kaufhausbesitzer 1933 juden waren. unglücklich vielleicht deshalb, weil es eine latente rechtfertigung des antisemitismus wäre? nun, der text oben ist für mich eine latente rechtfertigung für rassistischen mord. es gibt ein paar driftige gründe für diverse, scheinbar zu "beobachtende" korrelationen, z.b. die tatsache, dass die mehrheit der migrantinnen in deutschland unterschichtangehörige sind. die ethnizität gehört jedoch wohl kaum zu den in einer linken debatte zugelassenen erklärungen.  
kacke: ist es nicht schon rassistisch, dass srib leute als türken bezeichnet, ohne sich ihren pass zeigen zu lassen? srib würde vermutlich auch in deutschland geborene und mit dem deutschen pass ausgestattete leute als türken bezeichnen, weil sie "so aussehen". er hat sich nicht von den rassistischen phantasmen einer "deutschen volkszugehörigkeit" verabschiedet. für ihn sind in allemania alle nur gäste, die ihre deutsche stammeszugehörigkeit bis ins jahr 1750 nachweisen können.  
kacke: im letzten teilsatz des vorgehenden beitrags fehlt natürlich ein "nicht".  
Sascha B.: Dass der Text von srib einseitig ist, Makaroff und Jens, stimmt auf jeden Fall. Er sollte auch wohl eher eine Diskussion erst auslösen, die dann Vieles ergänzt, klargestellt, erweitert hätte. Die Provokation (nach dem Motto: du musst schrill und laut sein, sonst antwortet dir keine/r, und alle halten das für eine sozialdemokratische Seite) war wohl zu heftig. Die autonome Zensurkeule und manifeste Drohgebärde nach dem Reiz-Reaktions-Schema allerdings auch (wer schreibt hier eigentlich im Namen von Kanak Attak?). Ich bin dafür, den Artikel neu zu schreiben und das Foto zu entfernen.  
Tocotronic: "if you have a racist friend, now is the time, now is the time for your friendship to end. Be it your father, be it your mother, be it your cousin or your uncle or your brother."  
Sascha B.: Ergänzung: Ethnizität und Kulturen sind tatsächlich doch noch zweierlei! Es gibt eine autoritäre Machokultur bei deutschen Spiessern genauso wie bei Migranten. Und es gibt Nazi-Skins und Graue Wölfe. All das kann man wohl gleichermassen ablehnen, oder?! Ausserdem: was in einer "linken Debatte" zugelassen wird (nicht: ist), entscheidet sich im Verlauf der Debatte! Das macht auch einen Unterschied aus zur Katholischen Kirche und anderen autoritären Systemen!  
n.n.: Hört mal, der Text ist nicht rassistisch, sondern macht diskutierbar, wie Rassismus funktioniert -- jedenfalls wenn er hier auf der Seite und nicht irgendwo in der Mitte der Gesellschaft steht. Ich habe diese Unterstellungen satt. Was soll das? Weg damit und nicht mehr drüber reden? Es gibt genügend Leute (auch Alternative) in Kreuzberg und in jeder verdammten anderen Stadt in der BRD, die nicht zu einem Arzt gehen, wenn kein "deutscher" Name dransteht und die ihre Kinder von der Schule nehmen. Die sind natürlich alle Rassisten. Vielleicht sind sie das. Aber es ist doch die Frage, was man dagegen macht, außer ihnen "Ihr Nazis!" entgegen zu schleudern.  
n.n.: Also: ich bin dafür, Probleme POLITISCH anzugehen, und dazu gehört ja wohl, nach URSACHEN für Zustände zu fragen und dann eine Strategie dagegen zu entwickeln. Die geeignete Strategie ist wahrscheinlich nicht, die Welt in Rassisten und Nicht-Rassisten einzuteilen (und sich selbst bei den Guten einzusortieren). Wenn du mitkriegst, dass deine Freunde sich rassistisch verhalten, dann kannst du natürlich die Freundschaft kündigen. Oder du überlegst mal, wo das herkommt + versuchst, ihnen beizubiegen, was sie da gerade tun.  
n.n.: Wie gesagt: es gibt genügend Leute, die ihre Kinder von der Schule nehmen, weil sie deren Chancen schwinden sehen. Was macht man denn nun z.B. dagegen? Makaroff, schreib das hierher, wenn dir was einfällt!  
racism sucks: Was haltet Ihr denn von so was: Ich kenn ne Menge Schwule, die auf Kiddies stehen oder sich Fummel anziehen und könnte bestimmt auch ein paar Erzählungen dazu beisteuern. Mach ich daraus eine All-Aussage? Behaupte ich, dass es eine "schwule Kultur" gibt? Gar eine, zu der es gehört, Kiddies geil zu finden und Fummel anzuziehen? Dass Schwule nicht in der Lage sind, die Mechanismen zu erkennen, mit denen sie selbst diffamiert werden, ist ein absolutes Armutszeugnis. Übrigens kann Fummeltragen auch widerständig sein, genauso wie eine Macho-Attitüde bei Migrantinnen, mit denen sie sich gegen ihre Abwertung und Feminisierung durch die deutsche Leitkultur wehren.  
kacke: "kulturen" gibt es genausowenig wie "rassen", lieber sascha. "kultur" nannte man es früher, wenn man in die Oper ging. heute ist es der konformismus, der leute wie dich auszeichnet.  
susi: hi racism sucks, was meinst du denn mit feminisierung der türken durch die deutschen leitkultur?  
n.n.: Ach so, und "Kanak Attack": Deinen "Nick" kannst du dir klemmen! Wenn du nur ein bisschen von den Diskussionen in deren Gruppen mitgekriegt hättest, wäre dir klar, dass das daneben ist. Aber kleb dir doch einfach ein anderes Authentizitäts-Etikett an.  
new c.: racism sucks: mechanismen zu erkennen heißt nicht, sie zu affirmieren. du kehrst doch die ganze chose um. machismo ist dreck, egal woher er kommt. oder wolltest du der figur "judy" im text oben sagen: "du, ist schon okay, wenn du ein bisschen angemacht wirst. versteh mal, das ist eine form von widerständigkeit..."?  
new c: wie kommt es eigentlich, dass der machismo von migrantinnen so viel stärker wahrgenommen wird, als der von mehrheits-deutschen männern? können wir vielleicht das mal diskutieren?  
racism sucks: kolonisierten und rassitisch unterdrückten werden immer weiblich attribute zugesprochen, z.b. dass sie nicht zu rationalem denken fähig sind, dass sie sich emotional verhalten, dass sie schwach sind und von ihrem geschlechtstrieb regiert werden. am besten, ihr lasst euch mal ein paar geschichten von srib über "asiaten" erzählen. srib kann es doch so gut, vorurteile auf den punkt zu bringen. bei türken sind es die folgenden: 1. sind sie patriarchal und herrschsüchtig, 2. sind sie sexuell triebhaft und verobjektivieren Frauen, 3. sind sie dumm und können den anforderungen an ein bürgerliches subjekt nicht gerecht werden.  
susis mitbewohner: unfähigkeit zu rationalem denken, emotionalität, triebigkeit... - das sollen weibliche attribute sein? ich halte das eher für frauenfeindliche attribute. am besten, "racism sucks", nennst du dich "Rassismus, Faschismus, Kolonialismus, Machismo, Antifeminismus, Antisemitismus und alles andere Böse ist scheisse nur ich bin gut", damit du noch klarer machst, dass du auf der richtigen seite stehst. aber so einen langen namen lässt wohl das script nicht zu. schade auch, was?  
toktok: Hey "racism sucks", wer hat denn die rassistischen klischees besser drauf, du oder srib? srib hat seine erfahrungen aneinandergereiht und leider nur ansatzweise und dann schlecht analysiert, aber deine klischees hatte er nicht parat.  
kacke: wenn ich die sachen hier lese, ausgerecht auf einer angeblich autonomen website, dann kann mir wohl auch keiner mehr das klischee verwehren, das ich seit langem habe: nämlich dass schwule rassisten sind. das schwule gewalttelefon ist ja genauso drauf wie ihr.  
racism sucks: hi toktok! lies doch mal die punkte 1 bis 3 durch und dann wende sie auf die Absätze 1 bis 3 von srib an. vielleicht kriegst du dann spitz, dass es sich um eine analyse des textes oben handelt.  
toktok: wo steht denn, dass das hier eine autonome website ist? und ein schwules gewalttelefon kenne ich auch nicht. ist das zur mobilisierung der des komplett rassistischen schwulen mobs? und aus welcher homophobie naehrt sich das von dir nicht mehr laenger abgewehrte klischee? du bist ja echt RICHTIG scheisse. aber das ist wohl dein abwehrmechanismus: weil der analverkehr so schmutzig ist...  
n.n.: r.s., okay, dann haben wir jetzt eine analyse von zuschreibungen. jetzt analysier mal, wie leute dazu kommen, ihre eigenen, persönlichen erlebnisse nach diesen rastern zu deuten. wie also kommt die ideologie in die köpfe? (falls du schreiben willst: durch seiten wie diese -- nur zu! *grins*)  
toll: ist ja spannend wie ein chat hier. ist hier immer so viel los?  
Leszek Kolakowski: "Er (der Antisemitismus) ist ein Mangel an Kultur und Menschlichkeit, etwas, was im Gegensatz zu Theorie und Wissenschaft steht. Davon hat sich jeder überzeugt, der Gelegenheit hatte, mit einem Antisemiten eine jener hoffnungslosen Diskussionen zu führen, die immer dem Versuch ähneln, einem Tier das Sprechen beizubringen."  
Leszek Kolakowski: "Man kann ihm keine Argumente entgegensetzen, denn er ist mit einer Reaktionsart verbunden, der die Beweisführung als Denkart fremd und verhaßt ist."  
kacke: lieber toktok, du scheinst es nicht zu kapieren: ich versuche nur, euch eure eigene denkform vorzuführen. wenn ihr versucht zu beweisen, dass türken schlimme, frauenverachtende und ungebildete machos sind, dann kann ich mit leichtigkeit auch beweisen, dass schwule rassisten sind. und bei 95% der leute stimmt das wahrscheinlich auch wirklich, selbst wenn das nichts mit ihrem schwulsein zu tun hat.  
kacke: ich meine, es geht nur darum, euch euren grossherzigen, toleranten gestus gegenüber "ausländern" abzugewöhnen und euch mal zum opfer von zuschreibungen zu machen, die auch nur aus realen beobachtungen stammen.  
kacke: ich meine, beobachtungen der beiträge auf dieser website. da fällt mir übrigens noch martin dannecker ein: "schwule sind politisch passiv und verhalten sich konservativ, als dank dafür, dass sie nicht totgeschlagen werden." der hatte auch schon einen guten blick für diese mischpoke.  
n.n.: kacke: so großherzig und tolerant klingt der text da oben nun auch wieder nicht. im gegenteil, er spricht negative zuschreibungen, die viele linke leute im kopf haben, mal aus. wie in jeder ideologie gehören im rassismus "reales" erlebnis und ideologische deutung zusammen. also ist erster schritt dagegen zu fragen: wie kommen die deutungen zu stande?  
kacke: ey mann, soll ich dir jetzt ne rassismustheorie liefern, bevor du es für legitim hältst, einen rassistischen text einfach rauszuwerfen? das ist doch auch schon ein fetischistisches verhältnis zu theorie. da wird ein rassistischer text zum gelungenen anlass, mal theoretisch darüber nachzudenken.  
kacke: Und Sascha B. empfiehlt, nicht so einseitig zu sein (!) und dem Rassismus wenigstens auch ein paar Kontra-Argumente entgegen zu stellen. Weil man muss ja über alles diskutieren können. Ich hab so eine Wut, wenn ich so eine Scheisse lese! Warum ladet Ihr Euch demnächst nicht Nazis als Autoren ein, wenn es so ist, dass erst die Diskussion erweisen muss, was in einer linken Debatte zugelassen ist.  
kacke: Das schrieb mir gerade eine Freundin, der ich die Seite geschickt habe: "Bin total schockiert. Das würde sich ja zur Zeit kein bürgerliches Medium trauen! Wenn das nicht mal ein ganz klarer Fall für eine scharfe Abgrenzung ist... wollen wir vielleicht was dazu schreiben?"  
rolf26: kacke, wenn diese Diskussion hier für dich unpolitisch ist (wie du mit Dannecker und den schwulenfeindlichen Ausfällen nahelegst), dann ist dir nicht mehr zu helfen. Bezeichnest du im Ernst alles als unpolitisch, was nicht deine Meinung ist?  
new c: kacke, ob ihr was dazu schreiben wollt, weiß ich nicht. fänd ich aber interessant. vielleicht ein bisschen genauer als dein rumgepotere hier. stell es ins netz und setz hier einen link drauf, dann kann es lang sein. wenn ins netz stellen nicht geht, schick uns den text, dann machen wir das. -- das gilt natürlich auch für alle andern, denen 700 zeichen zu wenig sind.  
Sascha B.: Alles durchgelesen. Prima. Mein Eindruck von oben verfestigt sich immer mehr, dass das doch eine Art Leitkulturdebatte ist hier. Warum gibt es keine verschiedenen Kulturen, Kacke? Diese Debatte ist doch der beste Beleg dafür, dass es sie gibt. Deine Kultur ist so eine Hauptwiderspruchs-Macho-Kultur, meine halt eher so eine linksliberale diskursethische, na ja. Übrigens hat Racism Sucks nicht ganz unrecht, wenn er den "ÜberMachismo" von Marginalisierten als Reaktion auf deren Entmächtigung ansieht. Dafür gibt es wirklich viele Beispiele in ganz verschiedenen Kulturen(!). Aber das ist eine Beschreibung, keine Absolution!  
kacke: Lieber Sascha! Du bist nicht Gott, dass Du anderen Absolution erteilen oder verweigern kannst. Aber mich würde schon interessieren, ob Du glaubst, es sei Teil der türkischen "Kultur", seinen Schwanz an deutschen Frauen zu reiben.  
kacke: lieber new c, wir haben andere möglichkeiten, etwas breit zu publizieren, und müssen dazu kein rassistisches magazin nutzen.  
kacke: lieber rolf, du wirst diese website doch nicht als politisch bezeichnen wollen (sieht man mal von dem rassistischen ausfall oben ab)?!  
susi: schöner schlagabtausch! aber das worum es eigentlich scrib wohl ging -wie funktioniert rassimus und wie gehen wir selbst damit um, ist dabei völlig aus dem blick geraten. die aneinanderreihung von beispielen, die scrib macht, empfinden zwar wahrscheinlich die meisten als rassistisch, tatsächlich sind aber den meisten die beispiele überhaupt nicht fremd.  
susi: wenn mir eine freundin erzählt, sie ziehe jetzt weg aus kreuzberg, weil sie zu häufig angebaggert wurde, werfe ich ihr keinen rassismus vor, sondern akzeptiere das als subjektives empfinden. wenn mir eltern erzählen dass sie keine lust haben ihr kind auf eine schule gehen zu lassen, auf der die anderen kinder erstmal deutsch lernen müssen, kann ich das auch ganz gut nach voll ziehen. und in bestimmte arztpraxen in kreuzberg gehe ich auch nicht. ich sage dann halt, dass mir die atmosphäre nicht gefällt. man kann sich natürlich bei allem p.c. ausdrücken.  
susi: die bilder, behaupte ich, haben wir trotzdem im kopf. also stellt sich doch die frage, wie gehen wir damit um. was ist o.k., an Erfahrungen zu äußern, was mach ich selbst mit den Erfahrungen. wo habe ich einen rassistischen blick und wo ist es einfach tatsächlich genauso wie ich es wahrnehme und was mache ich mit dieser wahrnehmung? bloß nicht drüber reden?  
n.n.: kacke, deine ausfälle funktionieren ganz und gar nach dem schema "ich weiß, dass ich recht habe, und das brauche ich euch blödis gegenüber auch nicht weiter zu erklären". hier haben jetzt genügend leute gesagt, dass sie darüber reden wollen, wie rassismus funktioniert, und haben mit dieser diskussion angefangen. alles, was du schreibst, liest sich wie: "na dann seid ihr eben bekloppt, dass ihr das nicht schon längst klarhabt (so wie ich es klarhabe)."  
n.n.: geh einfach woanders hin, wenn du es hier so scheiße findest, kacke. weil es hier um politische diskussionen geht, muss man hier eben auch diskutieren wollen und nicht anderen einen treue-eid auf die eigene position abverlangen. geh doch zu einer von diesen unsympathischen kleinen k-parteien, die noch übrig sind, da bist du doch besser aufgehoben.  
n.n.: zu susi: ich finde schon mal wichtig zu erkennen, dass es einen widerspruch oder zumindest differenzen zwischen dem, wofür man sich politisch entscheidet, und eigenen gefühlen in bestimmten situationen geben kann. Ich finde nicht, dass man diese gefühle einfach abschalten soll oder kann. aber man kann sich schon fragen, wie sie zu stande kommen. und man kann das mit freund/inn/en auswerten: warum reagiere ich in dem einen kontext so und im anderen anders?  
racism sucks: "Geh doch nübbä!"  
Makaroff: Ich wollte von Anfang an, daß der Text da oben verschwindet oder zumindest geändert wird. Das ist immer noch nicht geschehen. Ich verschwinde. Vielleicht geb ich etuxx auch ganz auf. Didi und Stulle reden intelligenter miteinader. Ansonsten: Leszek Kolakovski hat recht.  
toktok: makaroff, du glaubst doch nicht im ernst, dass hier alle gleich kuschen, nur weil du irgendwas findest... unglaublich!  
toktok: und wenn du etuxx nur deshalb besucht hast, weil hier deine positionen bestätigt wurden, dann ist es auch nicht schade drum. hier werden schliesslich noch jede menge andere diskussionen geführt. aber platt-autonomen PC-scheiss habe ich hier noch nie gelesen - und das ist auch gut so.  
Sascha B.: Ich geb´s ja auch nicht auf: Noch einmal zu einem Missverständnis, Kacke: nicht ich erteile hier Absolution, sondern Racism Sucks hat sie erteilt, Jung-machos nämlich, die Frauen massiv sexuell belästigen. Frauen zu erniedrigen, die sich von patriarchalen Strukturen wenigstens ein Stück weit befreit haben, macht offenbar für diese Arschlöcher einen besonderen Reiz aus, das berichten übrigens auch viele türkische Frauen. - Ähnliches gilt für das Schwulen-Bashing - hör Dir doch mal an, was schwule Migranten so aus ihrer Erfahrung zu erzählen haben!  
Sascha B.: Ihre Kinder auf Schulen in andere Bezirke zu schicken, weil sie dort mehr Chancen haben - das machen inzwischen auch immer mehr türkische Familien (jaja, stimmt schon: die aus dem Mittelstand). Es gibt eben schon so etwas wie die Ethnisierung des Sozialen. - Ich verstehe die Gangsta-Attitüde und den ekelhaften Nationalismus vieler Türken auch - aber ich muss das nicht gut finden, oder?! Genausowenig wie die angeblich linke Streetfighter-Mentalität überprivilegierter deutscher Mittelstandskinder.  
Kacke: Mann, kapiert Ihr das einfach nicht? Offenbar sind Rassisten einfach immun gegen Argumente: Bescheuertes Verhalten hat nichts mit Ethnizität zu tun. Das dumme Gelaber, dass nur Migrantinnen Machos wären, kannst Du Dir sparen. Es ist nämlich eine fette Lüge. Ich leite doch auch nicht Dein rassistisches Arschloch-Verhalten aus Deinem Deutschtum ab, oder behaupte, ein Mensch wie Du hätte Kultur, und wäre es eine "deutsche".  
Kacke: Übrigens bedeutet Volkskultur und Ethnizität, anders als Du meinst, dasselbe. Ethnos heißt Sitte, Brauch. Außer ein paar Nazis argumentiert nämlich keiner mehr biologistisch. "Kultur" hat den "Rasse"-Begriff abgelöst und erfüllt heute dessen Funktion. Die Behauptung, ein deutscher Arbeiter und ein deutscher Professor hätten kulturell mehr gemeinsam als ein türkischer Arbeiter und ein deutscher Arbeiter oder ein türkischer Professor und ein deutscher Professor, ist schlicht und einfach absurd. So wie die Antisemiten in der Phase des Hochkapitalismus mit der "Rasse" ankamen, so kommen Postmoderne heute, im globalen Kapitalismus, mit dem Begriff der "Kultur" an. Einfach lächerlich!  
Kacke: Die Leute hier sollten sich mal überlegen, warum Vorurteile offenbar nur in einer Richtung funktionieren: Türken bereiten Deutschen Ärger, nicht umgekehrt. Deutsche sind Subjekte, Türken nur Exemplare. Deutsche sind Individuen, Türken nur Angehörige eines Kollektivsubjekts.  
Kacke: Ich möchte jetzt nochmal von Sascha B. hören, ob er glaubt, dass es Teil der "türkischen Kultur" ist, seine Schwänze an deutschen Frauen zu reiben, ob er ein solches Verhalten aus der Ethnizität der Jungen ableitet.  
Kacke: Man sollte sich auch mal überlegen, warum in Zeiten des "postmodernen Präfaschismus" (Joachim Bruhn) der Gesellschaftsbegriff zugunsten eines "Kultur"-Begriffs fallen gelassen und die Sozial- durch die "Kultur"-Wissenschaften ersetzt werden.  
Kacke: Übrigens, lieber Sascha, Macho-Verhalten legen auch viele junge türkische Frauen an den Tag. Weil es das Gegenteil von der Unterwürfigkeit ist, die Ihr von "Ausländerinnen" in Deutschland verlangt. Es lebe der Machismo!  
erfreute leserin: ich möchte hier mal ausdrücklich kacke loben für den aufrechten kampf den er führt! die argumentation überzeugt mich vollkommen. mut und tapferkeit in jedem satz. und ein tiefes verständnis davon, was rassismus ist, schimmert aus jeder äußerung. ihr anderen solltet euch davon mal eine scheibe abschneiden!  
Die Kundschaft: Wir fordern die sofortige Zusammenlegung von Mausebärs Identitäten, zumindest in dieser Diskussion.  
racism sucks: allerdings heißt ethnos: schar, volk. sitte, brauch heißt "ethos".  
Kacke: Ehrlich gesagt: Langsam glaube ich, dass es sich oben einfach um drei Stürmer-Kanonaden handelt. Im "Stürmer" des nach dem Krieg hingerichteten Nazi-Verbrechers Julius Streicher erschienen halb pornographische Geschichten, in denen z.B. behauptet wurde, jüdische Ärzte würden ihre arischen Patientinnen unter Anwendung von Narkose vergewaltigen. Die Geschichte mit den acht türkischen (!) Jungen, die die Enge in einer Sauna dazu nutzen, ihre Schwänze an deutschen Frauen zu reiben ist vom selben Kaliber.  
Kacke: Und ähnlich wie beim "Stürmer" erzielen die Geschichten ihre Wirkung erst durch die Projektion unterdrückter sexueller Regungen auf eine "Fremdgruppe", denn es ist ganz offensichtlich, dass der Gedanke an die türkischen Schwänze die Schwulen auf dieser Seite richtig aufgeilen. Typisch ist dann natürlich die Wendung, dass die türkischen Jungen durch Verbalinjurien wie "Machos" stellvertretend für die eigenen wegen Anpassung an die gesellschaftliche Norm nicht wahrgenommenen Wünsche bestraft werden sollen. Eigentlich wäre der Autor gern an der Position seiner Freundin "Judy": Rassismus hat eben viel mit Sexualneid und unterdrückter Herrschsucht (vgl. Geschichte Nr. 1!) zu tun.  
Kacke: Ich geb mal ein paar Beispiele für diesen Mechanismus:  
Kacke: 1. "Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blute schändet und damit seinem, des Mädchens, Volke raubt." (Adolf Hitler, Mein Kampf)  
Kacke: 2. "Wir wissen nun, warum der Jude mit allen Mitteln der Verführungskunst darauf ausgeht, deutsche Mädchen möglichst frühzeitig zu schänden, warum der jüdische Arzt seine Patientinnen in der Narkose vergewaltigt, warum sogar die Judenfrauen ihren Männern den Verkehr mit Nichtjüdinnen gestatten: Das deutsche Mädchen, die deutsche Frau soll artfremden Samen eines Juden in sich aufnehmen, sie soll niemals mehr deutsche Kinder gebären." (Stürmer)  
Kacke: 3. "Wer mit offenem Auge durch die deutschen Lande zieht oder blonde Mädchen fragt, wird erfahren, dass gerade sie am meisten von Juden verfolgt und als geschlechtliche Freibeute behandelt werden." (Antisemitismus der Welt in Wort und Bild, 1935)  
Kacke: 4. "Die Seele des Juden kennt kaum das Gefühl der Schamhaftigkeit. Die Geilheit ist ein Hauptwesenszug des jüdischen Charakters; die Geschichte des jüdischen Volkes ist eine fortlaufende Reihe sich steigernder geschlechtlicher Verwilderung. [...] Schon der blutliche Kern des Judenvolkes ist durch widerliche Unzucht verseucht bis ins innerste Lebensmark. Die Bibel des Alten Testaments berichtet von wollüstigen Verbrechen, die jedem Arier die Schamröte ins Gesicht treiben." (ebd.)  
Kacke: 5. Hitler schreibt in Mein Kampf von seiner "Alpdruckversion der Verführung von Hunderten und Tausenden von Mädchen durch widerwärtige, krummbeinige Judenbastarde".  
Kacke: 6. Kennzeichnend für die Juden sei "der sinnliche triebhafte Zug um die Mundwinkel, der oft geradezu etwas Tierhaftes zu verraten scheint." Ihnen eigne "Graumsamkeit und unzüchtige, hemmungslose Geilheit", im Gegensatz zur "Heiligkeit germanischer Sittenreinheit und Keuschheit". Und weiter: "Solange deutsche Sitte herrscht, ist der Jude machtlos. In der Erotik ist er Herr und Meister." (alle Zitate: Antisemitismus der Welt in Wort und Bild, 1935).  
Kacke: Das ist meine Antwort auf Susis Frage, woher die Bilder herkommen, die Ihr im Kopf habt.  
new c: kacke, sexualneid allein reicht wohl nicht. (übrigens hast du ganz schön viele nazi-zitate gebracht, genauer wird dein argument dadurch nicht, denn sie dienen alle nur dem beleg für eine einzige these. wer böse ist, könnte fragen, ob du da nicht auch was projizierst...) sexualneid kann bei der arztpraxis vielleicht noch -- mit einiger mühe -- herbeigeredet werden. bei dem schulbeispiel nicht mehr. aber ich finde gut, dass du mal substanziell wirst. und sexuelle projektionen sind auch in meinen augen ein wichtiger mechanismus im rassismus.  
jens: ich versteh nicht, wieso außer kacke das so ziemlich keiner rafft mit dem rassismus: selbst wenn 80 prozent aller türken machos wären, heißt das nicht, daß türken machos sind. die wahrnehmung von scriba, daß es ein türkischer arzt, daß es türkische jugendliche etc. waren, ist rassistisch. warum nahm sie nicht einfach war, daß der arzt ein arsch war und in der sauna waren machos. darum geht es ihr doch , oder?  
jens: daß mann im kopf die beiden sachen zusammenführt, ist rassistisch. wieso denkt scriba überhaupt an "türke"? wenn er/sie keine rassistische wahrnehmung hätte, gäbe es keinen grund, drei so "andekdoten" zusammenzustellen. wenn das eine provokation sein soll, kann man nur alle leserinnen auffordern, ihr hirn darauf zu trainieren, daß, sobald irgendein nationalitäten, religions, kultur, rassen, ethischer etc. begriff in zusammenhang mit charaktereigenschaften, körperbau o.ä. auftaucht, "STOPP" zu schreien. allerdings dachte ich auch, daß das mittlerweile konsens sei. ich wüßte nicht, was es da zu diskutieren oder zu provozieren gibt  
Kacke: Zum Thema Arztpraxis fällt mir noch eine andere Geschichte ein, die mal mein Großvater erzählte (ich hab ihn gottseidank nicht mehr erlebt). Seine Frau sei krank gewesen und von einem jüdischen Arzt geheilt worden. Als sie jedoch gesund war, habe der Arzt ihr ein Gift gegeben, damit sie wieder krank wurde. Eine andere Geschichte, die er erzählte, war, dass die reichen Juden sich nachts zu ihrem arischen Dienstpersonal geschlichen hätten, um ihnen das Blut abzulassen.  
Kacke: Im Mittelalter gab es Geschichten von christlichen Kindern, die von Juden entführt und rituell ermordet worden seien. Einzelne Fälle von vermissten Jungen (z.B. William von Norwich im Jahr 1144) führten zu sich epidemisch ausbreitenden Judenpogromen. Und jetzt verbreitet etuxx.com ebenfalls solche Stürmer-Geschichten von türkischen Ärzten und Sittenstrolchen, und niemand zieht sie in Zweifel oder rückt sie in den Bereich des Normalen und Alltäglichen!  
Kacke: Ich geh öfter mal in Darkroom-Kneipen, und es gibt ne Menge Typen, die einem den Schwanz an den Körper pressen wollen. Ich find das auch total eklig und würde den Leute am liebsten eine knallen. Aber ziehe ich den Schluss: Schwule sind so! Was würdet Ihr von einem Fernsehbericht über Schwule halten, der sich auf SM-Kneipen, Sexualpraktiken wie Fisting konzentrieren würde und dabei wie eine Reportage aus dem Zoo daherkäme? Genauso funktionieren die Geschichten oben. Sie entsubjektivieren die beteiligten Personen machten sie zu Masken ihrer "Kultur".  
Kacke: Kann doch mal sein, dass ein Arzt sauer ist und seine Praxisschwester zur Minna macht. Was ist denn daran so ungewöhnlich? Wir leben in kapitalistischen Verhältnissen, in denen Arbeitgeber eine Menge Macht über ihre Angestellten haben. Was hat das damit zu tun, dass die Praxisschwester ein Kopftuch trägt und der Arzt einen türkischen Namen hat? Ich versteh es nicht.  
Elsa: Kacke, warum diskutierst Du eigentlich noch hier? Bisher hat die etuxx-redaktion keinen Schritt unternomen den rassistischen Scheiß hier zu löschen. Mit Deiner Teilnahme an der Diskussion legitimierst Du doch die Veranstaltung hier.  
Kacke: Und was das Schulbeispiel angeht, so ist das doch nur ein Beweis für ein rassistisches Selektionssystem. Eine Kommilitonin erzählte mir, dass in ihrer Schule, die eine reine Ausländerschule war, den Leuten klar gemacht wurde, dass sie nicht hier sind, um Karriere zu machen, sondern um den Müll wegzubringen. Dafür ist es eben nicht notwendig, dass man mehr lernt als die Grundrechenarten und vielleicht noch das Alphabet. Und Srib dreht den Sachverhalt einfach um! Jetzt sind die ausländischen Schüler daran schuld, dass ihre deutschen Mitschüler nicht aufs Gymnasium gehen können.  
Lore: Wie müsste das denn aussehne, das in den Bereich des "Normalen und Alltälichen" zu rücken? Was ist den normal? Und welchen Gewinn versprichst du dir davon, hier genüsslich alle antisemitischen Klischees wiederzukäuen?  
Lore: Kacke, du regst dich doch über die Klischees auf, die der Text aufruft. Aber genau das Unbehagen an der Existenz dieser rassistischen Klisches und den Umgang mit einer rassisierten Wirklichkeit möchte der Text meiner Meinung nach ausdrücken und eine Diskussion darüber anregen. Die Tatsache, dass es diese Projektionen gibt, macht doch den patriarchalen Übergriff, über den srib spricht, nicht ungeschehen.  
Kacke: Hallo Elsa! Ich weiß, dass es falsch ist, mit Rassisten zu diskutieren statt sie gleich zu bestrafen. Aber ich möchte den Leuten noch die Begründung geben, damit sie wissen, warum wir ihre Seite mit der türkischen "Rassenkunde" demnächst abschießen werden. Denn natürlich werden wir es nicht zulassen, dass diese Hetze im Internet stehen bleibt.  
Kacke: Ja, Lore, sexuelle Übergriffe sind normal und alltäglich. Und das vor allem auch in der Schwulenszene.  
Elsa: Lore, ich finde der Text drückt unbehagen mit "Überfremdung" aus. Unbehagen mit Rassismus oder der Existenz von rassistischen Klisches drückt er keinesfalls aus. Erklär doch bitte wo Du das siehst. Es geht doch in dem text nicht um den patriarchalen Übergriff, sondern um die Schlußfolgerung, und die ist in den drei beispielen eindeutig, nämlich eine rassistische. Lore, hast Du Kontakte zur Redaktion? Bitte sagt denen doch endlich mal, das sie an der Seite was ändern müssen.  
Racism sucks: Es gibt übrigens auch ne Menge Schwule, die in bestimmten Kneipen oder so im Hellen rumlaufen und wichsen. Das ist wohl schwule Sexualkultur?! Nehmt mal Stellung zu diesem Verhalten. Das müsst Ihr Euch als Schwule doch zurechnen lassen. Ein heterosexueller Freund von mir ist in einer schwulen Disco angefasst und belästigt worden. Verteidigt Euch mal. Ihr seid doch auch schwul! Mitgehangen, mitgefangen. Müsst ja nicht schwul sein, oder?  
Kacke: Es gibt übrigens auch ne Menge Schwule, die in bestimmten Kneipen oder so im Hellen rumlaufen und wichsen. Das ist wohl schwule Sexualkultur?! Nehmt mal Stellung zu diesem Verhalten. Das müsst Ihr Euch als Schwule doch zurechnen lassen. Ein heterosexueller Freund von mir ist in einer schwulen Disco angefasst und belästigt worden. Verteidigt Euch mal. Ihr seid doch auch schwul! Mitgehangen, mitgefangen. Müsst ja nicht schwul sein, oder?  
rolf26: kacke, ein name sollte dir reichen. lass es nicht so aussehen, als gebe es so unglaublich viele leute mit so einer bekloppten position im kopf!  
new c: könnten wir uns vielleicht auf folgendes einigen: der text oben bringt drei beispielen, die alle als "authentische" erlebnisse/situationen daherkommen. in der anordnung, also mit der einfachen verwendung von "türken", "erstmal deutsch lernen" etc., werden diese sachen verknüpft und unausgesprochen entsteht das bild: "'die' sind so" (und 'wir' müssten uns dagegen wehren..). das ist tatsächlich rassistisch.  
new c: da der text aber nicht auf einer cdu-seite, sondern im kontext von etuxx steht, dürfte eigentlich unterstellt werden, dass hier keine rassisten am werk sind (die beschimpfungen könnten also ein, zwei nummern zurückgedreht werden). -- rassismus funktioniert über ökonomische ungleichheit, politische diskriminierung und ethnisierende zuschreibungen (und das sind nicht die einzigen mechanismen). sie beeinflussen aber nicht nur wahrnehmungsraster, sondern auch konkretes verhalten. bleibt also die frage, wie konkretes verhalten von konkreten leuten kritisierbar ist?  
new c: um das verhalten zu kritisieren, muss verstanden werden, wie es auch von ungleichheit, diskriminierung und den zuschreibungen abhängt. kacke schreibt z.b., machismo ist widerstand. d.h. er kommt durch unterdrückung etc. zu stande. er findet ihn deshalb gut. (ich nicht, ich will, dass mackerscheiß kritisierbar bleibt, egal, wie er zu stande kommt.)  
new c: im übrigen finde ich die einfache gleichsetzung von antisemitismus und rassismus völlig daneben und ersuche kacke, sich hier nicht weiter an geschichten voller antisemitischer klischees zu ergötzen.  
jens: new c, ja, das ist tatsächlich rassistisch, und deswegen darf das da auch nicht hin ohne den kommentar, daß das rassistisch ist.  
jens: außerdem, weg sagt dir, daß wir nicht auf einer cdu-seite sind?  
furor teutonicus: goile seite! 88  
Kacke: achso, news c, das eine (rassismus) ist nicht so schlimm, oder wie? denk mal darüber nach, dass sich im nationalsozialismus rassismus und antisemitismus gar nicht mehr auseinander dividieren lassen.  
Kacke: ihr solltet auch mal darüber nachdenken, dass 1. linke nicht per se antirassistinnen sind, wofür die beiträge auf dieser seite eine menge belege liefern, 2. dass das internet ein medium ist, in welchem die begrenzung auf ein bestimmtes publikum schlicht unmöglich ist, und 3. dass eure abgrenzung zur cdu lediglich kulturalistisch, aber nur zum teil inhaltlich ist.  
Kacke: übrigens, news c, finde ich es komisch, wenn du behauptest, ich ergötze mich an geschichten voller antisemitischer klischees. denn die redaktion hat drei rassistische geschichten zusammengestellt, an denen sie sich ergötzt. es ging mir darum, an extrembeispielen zu zeigen, wie mit geschichten pogromstimmung fabriziert wird, dass geschichten nicht harmlos sind, auch wenn sie als "authentische" erfahrungen daherkommen. und ich wollte zeigen, dass die geschichten oben mit ihren pornographischen elementen zum teil stürmer-qualität erreichen.  
Kacke: die zitate hatte ich nur deshalb parat, weil ich vor einigen jahren eine arbeit über antisemitismus geschrieben habe, wo das thema pathischer projektion eine rolle spielte. ich habe nie behauptet, dass sich mit solchen psychoanalytischen versatzstücken antisemitismus oder rassismus "erklären" lassen. sie liefern nur hinweise, wo die verrückten inhalte antisemitischer und rassistischer propaganda herrühren, nämlich aus dem innenleben der täter. "erklären" lässt sich rassismus jedoch nicht, er ist objektiv, d.h. an sich selbst unverständlich und arational. deswegen kann es keine theorie des rassismus geben, sondern nur dessen kritik.  
stift: Kacke, ja, ich will bestraft werden! Schwing die Peitsche!  
Lore: Kacke, erstens wundert mich, dass du dich an der Diskussion so begeistert beteiligst. Schreibst du auch so gerne in Gästebuch der CDU-Seiten? Zweitens ist dein ganzer Beitrag ein Sprechverbot. Dass du dabei überhaupt keine Lösung für reale Konflikte anbietest, scheint dich nicht zu stören.  
mausi: und überhaupt, was ist an einer pornografischen schilderung so schlimm? dafür ist mir die szene nicht geil genug.  
Kacke: Auch in den Sexismus-Debatten waren die Interventionen von Feministinnen keine Zensur, weil sich die inkriminierten Artikel besser verkauften als zuvor. Es geht also nicht um ein Sprechverbot, sondern um die Delegitimation von Positionen, die menschenverachtend sind. Das ist eine praktische Lösung und eine notwendige Konsequenz für reale Konflikte! Das Problem ist: Ihr haltet Euch für außerhalb der Gesellschaft stehend. Die CDU ist das Problem, aber niemals Ihr selbst. Aber die CDU würde einen solchen Artikel auch nicht ohne Skandal veröffentlichen können.  
bert: lore, was meinst du denn für reale konflikte? das macher einer "linken" seite rassistische texte ohne kommentar veröffentlichen. oder daß etwa sogar eine "linke" redaktion an soviel aufregung vielleicht sogar mehr interesse hat als an einer wirklichen inhaltlichen auseinandersetzung?  
Kacke: Mausi: Was ist denn daran schlimm, sich im Ruheraum einer Sauna seinen Schwanz zu reiben? Srib: Haben denn alle acht türkische Jungen ihren Schwanz an die Frau gepresst, sozusagen kollektiv? Stellt sich eigentlich keiner solche Fragen?  
bert: stichwort: "wir sind die macher, wir bewegen was, wir sind toll"  
redaktöse n: bert, die "macher" dieser linken seite hier haben den text ohne kommentar hierher gestellt, weil die diskussion hier das liefern sollte, was ein kommentar nicht leisten kann: den eigenen kopf einschalten.  
n.n.: mb, ich finde, du kannst es jetzt mal sein lassen, hier ständig neue identitäten zu erfinden, die deine argumentation stützen -- und auf bestellung sogar einen nazi. hier sind nicht jeden tag millionen leute -- die "propagandawirkung" brauchst du also nicht so hoch zu hängen. und ich finde ziemlich bekloppt, dass du versuchst, eine auseinandersetzung über rassismus zu verhindern, weil du glaubst, da alles klar zu haben. das hast du nicht. eine gleichsetzung von fabrikmäßiger vernichtung und dem, was da oben steht, ist absurd. das ist mein voller ernst. und denk erst nach, ehe du jetzt was schreibst.  
n.n.: eingeräumt ist, dass der text oben rassistische stereotypen aufruft. das herauszufinden, dazu war die diskussion da. jetzt, finde ich, kann die diskussion weitergehen mit der frage, wie man eine sprache ohne diese stereotypen findet, mit der z.b. sexistische übergriffe auch benennbar bleiben.  
n.n.: man kann sich nicht einfach hinstellen und machismo toll finden, weil das ja widerstand ist. und dass es ein paar kleine unterschiede zwischen schwulen darkrooms und einer frauensauna gibt, dürfte ja wohl auch klar sein: das eine ist genau für das schwanzpressen gedacht, und wer das nicht mag, braucht da nicht hinzugehen. das andere ist dazu da, damit das eben nicht stattfindet. wenn hier typen herkommen, ist das ein sexistischer übergriff.  
n.n.: ich denke, es ist völlig klar, dass solche übergriffe nicht ethnisiert werden dürfen (also nicht: 'die' machen das, und zwar alle, immer). das heißt aber nicht, dass der mechanismus ethnisierung nichts damit zu tun hat, dass solche übergriffe stattfinden. (sonst könnte kacke ja darin nicht eine besondere form von "widerstand" sehen.) -- genau um diese unterscheidung geht es in der diskussion. also um die frage: wie kann die rolle von ethnisierung (auch von deutscher) in der herstellung sexistischer verhältnisse benannt werden, ohne dabei wiederum zu ethnisieren?  
Deutschland verrecke!: Dreckiges Rassistenpack! VerpiÃčt Euch!  
Deutschland verrecke!: Dreckiges Rassistenpack! VerpiÃčt Euch!  
Sascha B.: Wir haben wohl ein bisschen zuviel getrunken, wa, "Deutschland"?! Ob Du nun den rechten Arm reckst oder ob Du: "verrecke!" schreist - that doesn´t make any difference! FASCHOS, VERPISST EUCH! And I dont´t mind, if your´re from the so-called left or if you´re from the right! For people like you, this doesn`t make any difference(as I said before)! A bullet just right in your head will be o.k.!  
Marcie: Jetzt ist er weg, der Text. Die Kommentare habe ich wieder hergestellt. Ich schlage eine Diskussion über den Text und den Umgang damit am 25.2. in Berlin vor. Warum ihr die anderen Artikel allerdings auch gelöscht habt... naja...  
Eine entnervte: Wiso blieb eigentlich der Text "Soll man schwule klatschen" in der letzten Ausgabe unbeanstandet? Der triefte vor sexismus, (selbst-)hass und machotum.  
new c: ich bin dafür, den text nicht wieder reinzustellen. hacken ist auch eine form von intervention. ich denke, unser freund hat sich verrannt (und traue ihm auch nicht zu, dass er das allein hingekriegt hat). aber bitte schön, mag es dabei bleiben. vielleicht lässt sich das face-to-face besser diskutieren als im netz. ich bin gespannt, ob er dann immer noch das wort "rassistenpack" gebraucht. aber vermutlich wird er nicht kommen, weil es ihm vor allem darum geht, ein aufrechter zu sein und er sowieso der meinung ist, recht zu haben und das gar nicht weiter begründen zu müssen.  
jens: ich weiß zwar nicht, wer veranlaßt hat, daß der text weg ist, aber ich finde es gut. ich finde auch die idee von n.n. gut, nach einer sprache ohne ethnisierung zu suchen, die die rolle der ethnisierung untersucht und benennt. vielleicht könntest du das für die weniger theorie-belasteten noch etwas konkretisieren?  
jens: ach ja, und vielleicht könnte man das dauerthema : "wie umgehen mit verschiedenen diskussions-strategien?" (der emotionalen, der rationalen, etc.) auf einer extra-seite weiterführen?  
Lore an Bert und New C: New C, deine Überlegeungen finde ich sehr gut! Bert, die "realen Konflikte" werden natürlich durch eine rassistische Politik und einen rassistischen Konsens produziert. Rassitsen wollen separatistische Ghettos oder besser: ethnisierte Slums. Dass die in dem gelöschten Artikel geschilderten Erelbenisse nicht von ungefähr kommen und nicht auf das Konto "der Türken" gehen ist doch klar. Trotzdem GIBT es diesen rassisierten Alltag und die Frage, wie man sich darin verhält, OHNE entweder Rassist oder Sozialarbeiter zu werden. Also den MAckern klar macht: Es ist scheiße, was ihr da tut, OHNE zu sagen: das liegt euch im Blut oder in eurer Kultur.  
Lore: New C, dein Kind ging doch auch einmal in einen Kreuzberger Kindergarten. Erzähl doch mal von dem Alltag und den Problemen dort. Vielleicht wird dann verständlicher, worüber wir diskutieren wollen und worüber wir NICHT diskutieren wollen.  
Kacke: Bestimmt sind auch die kleinen türkischen Kinder schon Machos und Sittenstrolche, die nur Probleme bereiten, oder wie?  
Wolfgang Nieder: Einfach nur "BLA, BLA und nochmals BLA"! Eure Probleme möchte ich haben!  
Makaroff: Der Text ist weg. Hat lange gedauert. Kacke, kommst Du jetzt von 180 nen bischen runter? Das hier ist alles nicht auf der Straße. Da gehört Adrenalin nämlich hin. Bist du wirklich mb, wie n.n. behauptet hat? Wenn mb das nicht dementiert ist das wohl so. Bin gespannt, ob hier noch mal ne vernünftige Diskussion zustande kommt. Anpissen sollten wir uns lieber real, das macht wenigstens Spaß. Fuck the scum!  
Kacke: Äh mm ... wer ist mb? - Zu Lore, ich wollte nur wissen, welche Stories new c denn vom Kindergarten erzählen soll. Das geht doch wirklich alles nur noch nach dem Schema: Türken machen Probleme, egal wo.  
Sascha B.: Das ist jetzt aber auch seltsam: Eine ellenlange Schimpfkanonade hier, und der Anlass ist nicht mehr sichtbar. Ich bin dafür, die bisherige Diskussion hier rauszunehmen und vielleicht irgendwo zu archivieren. Vielleicht können wir dann hier ne neue sachlichere Debatte anfangen. (Ich war auch äußerst unsachlich am Ende, aber Kackes permanente Pawlowsche Reaktionen (bellen, wenn nur das Glöckchen klingelt...) und wüste falsche Unterstellungen waren unerträglich!)  
bert: neue überschrift in bild/sensations/werbeästhetik. soviel zum anliegen de redaktion  
Marcie: Will noch jemand ausser mir eine Live-Diskussion? Oder seid ihr alle zufrieden hier?  
n.n.: marcie, ich bin auch für eine diskussion, bei der man sich gegenseitig sieht.  
n.n.: bert, welche überschrift schlägst du vor? bildvorschläge könnten per e.mail an redaktion@etuxx.com. wir stellen sie hier her. *** geändert: die hochladeseite ist wegen technischer probleme raus.  
Lore: Kacke, wenn du in mir unbedingt eine böse Rassistin sehen willst, kann ich dir auch nicht helfen und du wirst mir natürlich die wüstesten Unterstellungen machen. Habe ich je gesagt, dass "Türken Probleme machen"? Das Problem macht der Rassismus, aber das Problem ist dann auch da und verschwindet nicht dadurch, dass man sagt: Da ist rassistisch. Übrigens weißt du gar nicht, ob das Kind von New C nicht türkisch ist.  
toll: da ist man mal zwei tage nicht da und schon machen die einen den anderen die seite kaputt. ich fands besser, als ihr noch miteinander geredet habt. (obwohls da auch scho hart an der grenze war)  
jens: ok, hier zwei neue storys: in einem kleinen dorf irgendwo zufällig in italien regt sich niemand auf , daß alle häuser im dorf von zufälligerweise deutschen besessen werden. wie beschreiben wir dieses phänomen, ohne zu ethnisieren? Und zweitens: wie bewege ich mich in einem umfeld, das meine werte nicht teilt? versuche ich keinen kontakt zu haben, diskutiere ich mit ihnen, um sie von meinen werten zu überzeugen?  
jens: oder wie sonst. um eine idee von kacke würde ich mich freuen, aber natürlich auch von jedem anderen.  
bert: und nochmal zur motivation des textes: falls das nur eine provokation sein sollte, um leserinnen-reaktionen zu testen und sich dann mit hacker-angriffen zu brüsten, finde ich das arrogant. ich will nicht irgendeine spielfigur auf dem schachfeld eines herr(ischen)n redaktörs sein, der soziologie-professor spielt.  
Sascha B. (etuxx-Redaktör): Bert, sei beruhigt: wir wollten zwar provozieren, aber nicht, um irgend ein Experiment zu machen oder Theater zu spielen, sondern um möglichst viele kontroverse Reaktionen zu kriegen (Hacken hatten wir uns nicht vorgestellt). Der "Bürlyn"-Text war aber zu reduziert, zu sehr nur provokativ; er war rassistisch lesbar: das haben wir nicht deutlich gemacht, nicht reflektiert. Das ist ein Versagen der Redaktion, eindeutig. Ich denke, wir haben daraus gelernt.  
Kacke: Hallo Jens! Erstmal: Einen antideutschen Rassismus gibt es nicht, weil Rassismus sich immer nach unten richtet. Allerdings ist die Ethnisierung von Kapitalismuskritik immer daneben und immer rechts. Also die Frage ist doch: was sagt das über die Deutschen, was sagt das über mich, dass in einem italienischen Dorf alle Häuser Leuten mit deutschem Pass gehören. Doch gar nichts.  
new c (auch redakteuse): bert, "reaktionen testen" war nicht das ziel und ist es auf diesen seiten nirgends. mir geht es darum, diskussionen zu führen, in denen alle beteiligten (auch ich) etwas zusammentragen, rausfinden, lernen etc.  
new c: ich selbst habe gedacht, man kann an dem text diskutieren, wie rassismus funktioniert. das war ein irrtum. in meinen augen ist es etwas anderes, ob er hier steht oder in der "bild". das ist es auch, war aber trotzdem zu kurz gedacht (z.b. mit der stillschweigenden annahme verbunden, er könnte hier niemanden verletzen..). ich will dazu im moment noch nicht so viel sagen. ich finde, wir müssten das als redaktion gemeinsam. und ein bisschen nachdenkzeit brauche ich auch noch. ist ja nicht so einfach, eigene fehler nicht nur zuzugeben, sondern gründlich durchzuarbeiten. in dem sinn bin ich (und sind die anderen aus der redaktion wohl auch) mit dem lernen noch beschäftigt.  
Lore (noch ne redaktöse): Ich stimme ja auch zu, dass es ein Fehler war, den Text so zu bringen. Ich denke allerdings, dass der Text und die Reaktion darauf durchaus deutlich macht, wie Rassismus funktioniert. Gerade, weil die rassistischen Mechanismen in dem Text nur angedeutet waren, wurden sie so greifbar.  
immer noch Lorchen: Ich frage mich auch, wie ein Text aussehen muss, der eine bessere Diskussion anregt. Meine Erfahrung ist leider, dass bei abstrakten, ausgewogenen und allgemein gehaltenen Texten keine Sau was zur Diskussion beisteuert. Polemiken haben oft eine Katalysatorfunktion. Die zukünftige Diskussion wird zeigen, ob das den Preis wert war. Außerdem muss sich die Redaktion zur Vertrauensbildung im Internet und zur Online-Nettiquette Gedanken machen.  
Marcie: Ich würde diese Diskussion gerne archivieren und hier eine neue anfangen: wie reagieren wir auf eine Umgebung, die unsere Werte nicht teilt, und deren Werte wir nicht teilen? Ich würde einen Artikel mit 3 Beipielen hier herstellen, von denen eins von mir, eins von "Bert" und eins von xyz stammt.  
Mehrwert: Wenn jemand seine Werte nicht teilt, sollte er gezwungen werden was abzugeben. Ansonsten bin ich für Diebstahl. Soviel zu einer Wertedisskusion Marcie.  
jens: kannst du das mal konkretisieren? bleiben wir bei revoluzzer-romantik, oder führen wir eine problem-orientierte diskussion? darüber sollten wir uns einigen  
No Content: Wir wollen hier natürlich keine problemorientierte Diskussion oder irgend so nen inhaltlichen Scheiß. Es geht hier ausschließlich um Provo und Kraftmeierei.Hat doch alles eh kein Sinn.  
Marcie: Nach mails + Gesprächen, in denen ich mir reichlich Kritik anhören musste, von Häme über den Hack, den ich als Webmasterin nicht verhindern konnte, bis zu Empörung über den Text von scrib, bin ich gerade der Meinung: wir sollten die Seite zumachen. Ich muss dafür nicht zeit, geld und nerven opfern. "spielfigur auf dem schachfeld eines herr(ischen)n redaktörs" zu sein, das habt ihr nicht verdient. und euch von "dreckigen rassistenschweinen" webseiten angucken zu müssen, dass auch nicht. Also denke ich, weg mit Etuxx. Schön, dass ihr keine fehler macht. Das könnt ihr ja weiterhin auf eurogay tun (gelle!!!!!!).  
Marcie: Aber das ist meine temporäre Einzelmeinung. die anderen 6 Redakteure denken anders. Und nein, der Kopf dieser Seite ist nicht von mir. Und nein, ich wollte nicht, das der text wegkommt. Ich wollte rauskriegen, was ich eigentlich tuen kann, wenn ich genau den gleichen rassistischen Spruch z.B. auf einer Silberhochzeit höre. Aber von euch erfahre ichs definitiv nicht.  
Makaroff: Hey Marcie, so schnell bitte nicht das Feld räumen. Es ging um einen Text, nicht um etuxx. Und diese Auseinandersetzung war rein virtuell. Natürlich hast Du unheimlich viel Arbeit gehabt, und nicht das Gefühl dafür entsprechend gewürdigt worden zu sein. (Sonst kannst Du doch auch ganz schön was ab, wenn Du brauchst, kriegst Du auch mal hugs and kisses) Aber bitte nicht so schnell. Bitte archiviere die Disskusion und las uns hier was neues anfangen.  
Sascha B.: Also, hier ist schon mal ein weiterer Redaktör, der nicht anders denkt als Marcie. Stjopa, was heisst das: "Diese Auseinandersetzung ist rein virtuell."? Sie hat uns jedenfalls real ziemlich fertiggemacht! Warum müssen eigentlich in "virtuellen" Auseinandersetzungen alle "Schranken" von Fairness fallen (z.B.: Versuch, auf andere Leute, die ich auch kenne, respektvoll einzugehen)? Wir alle haben dieses Medium wohl noch nicht kritisch genug betrachtet. Lasst uns einen neuen Versuch wagen!  
jens: moment, moment, moment, waren wir nicht gerade dabei, der diskussion eine andere richtung zu geben? das ließ sich doch ganz gut an?! warum jetzt sowas?  
Kacke: Zur Diskussion über Rassismus: Ich halte die Rede von "Mechanismen" ehrlich gesagt für zu mechanisch. Und "wie's funktioniert" kann man vielleicht bei einer Kaffeemaschine fragen. Denn das alles ist eine Verschiebung der Fragestellung aufs bloße Wie. Die Frage müsste also eher lauten, was Rassismus sei. Und die Antwort darauf ist womöglich gar nicht so schwer: Unterdrückung, Herrschaft, Vernichtung.  
Kacke: Ich denke, im Moment bejammert Ihr Euch zu sehr selbst. Ich finde, es ist ein typisch männliche, vielleicht sogar machistische Verhaltensweise, Kritik nicht annehmen zu können, sondern sie aggressiv abzuwehren. Und wenn das nicht mehr geht, bricht sozusagen die gesamte, narzißtisch strukturierte Persönlichkeit zusammen: Man möchte mit allem Schluß machen. Aber niemand erwartet das von Euch! Im Gegenteil finde ich es lobenswert und es stimmt mich hoffnungsfroh, dass Ihr am Schluss doch dazugelernt habt. Das könnte es doch sein, was Euch von bürgerlichen Websites wie Eurogay unterscheidet!  
Susis Ex-Mitbewohner: Lieber Kacke. Mechanistisch scheint mir eher, eine Website weg zu hacken, statt den zu kritisiernden Mechanismen irgendwas anderes entgezusetzen, als ein kraftloses "Auf's Maul!" aus der dritten Reihe. Fakt ist, das die Redakteure persönlich angreifbar sind. Und du nicht. Und das du dich hier ganz kräftig produzierst. Das zu deiner narzistischen Persönlichkeitsstruktur.  
Downbeat-Dieter: Dem schliesse ich mich an. Der sound von Kacke kann ein ganzes Forum zerstören.  
Downbeat-Dieter: Hier noch ein Link für Kacke  Link für Kacke
Lore: Ich find's ja schön, Kacke, dass du uns plötzlich gar nicht mehr so schlümm findest, dass du uns Aufruf zum rassistischen Mord unterstellst. Die Frage, ob es darum geht, "wie Rassismus funktioniert" oder "was Rassismus ist", ist doch eher ein Streit um Kaisers Bart. Du verwendest immer so große Worte, die so allgemein sind, dass man sowieso nur zustimmen kann. Ich frage mich aber, (und ich weiß auch nicht wie das gehen soll) wie wir eine Diskussion hinkriegen, die konkret wird. Z. B. Maries Frage mit der Silberhochzeit. Weißt, konkrete Möglichkeiten des Umgangs...  
Kacke: Seien wir doch mal realistisch. Wenn die Seite nicht gehackt worden wäre, stünde der inkriminierte Text immer noch oben. Ich darf mal zitieren: "makaroff, du glaubst doch nicht im ernst, dass hier alle gleich kuschen, nur weil du irgendwas findest... unglaublich!" Das war die arrogante Antwort auf die von mehreren Seiten kommende Empörung, dass der Text trotz seines für alle offenkundigen Rassismus noch immer nicht entfernt worden war. Und auch jetzt beziehen noch die Kritiker die Prügel statt diejenigen, die diesen Text eingestellt haben. Schuldumkehr und Abwehr sind die deutlichen Beweise für machistische Lernunfähigkeit.  
Sascha B.: Kacke, die Lernunfähigkeit liegt ganz allein bei Dir. Wenn Du unsere Beiträge wirklich gelesen hättest, anstatt auf blosse Stichworte hin loszubelfern wie `ne 8,8-Flak (das ist der richtige Vergleich, denn du bist sooo deutsch-preussisch-borniert!), dann hättest du wohl bemerkt, dass wir uns ziemlich viele Gedanken gemacht und längst gesehen haben, wie scheisse der ursprüngliche Text war. Wenn ich nicht glaubte, dich zu kennen, würde ich denken, Du bist das dümmste Arschloch, das uns je untergekommen ist.  
Sascha B.: O.k., Klartext, Holger (alias: Kacke): Ich hab ein Grundmisstrauen gegen Psychologisierungen. Aber angesichts deiner blödsinnigen Beleidigungen frag`ich mich dann doch: brauchst du das? Brauchst du die Aufmerksamkeit, die Dir auf ETUXX (noch!) entgegengebracht wird, um Dein schwaches Ego zu stärken? Wirst Du nicht genug geliebt in Leipzig? Hast Du keinen Freund, der dich sanft in die Arme nimmt und Dir das schöne, grossartige, wirkliche Leben zeigt? Ich hab eigentlich viel von Dir gehalten bisher, und darum lad` ich Dich ein, zum Döner Kebap nach Berlin, Kreuzberg, Kottbuser Tor!  
Kacke: Glaub mir, Lore, zwischen einer Fragestellung, die das "Was" beantworten will, und einer solchen, die sich aufs "Wie" kapriziert, ist ein himmelweiter Unterschied. Das letztere ist die typisch soziologische oder kulturwissenschaftliche Herangehensweise: Der Rassismus wird wie eine Kaffeemaschine "auseinander genommen", analysiert und wieder zusammen gesetzt. Es soll seine Konstruktionsweise "aufgedeckt" werden, damit man ihn besser handhaben, erklären und reparieren kann. Werturteile bleiben dabei stets von außen herangetragene Zutaten. Das Ergebnis ist eine kaum auszuhaltende wissenschaftliche Kälte, die zudem die Sache selbst zudeckt. Jetzt klar, was ich meine?  
Kacke: Lieber Sascha, ich heiße nicht Holger und kenne Dich nicht. Deine Beleidigung kannst Du Dir im übrigen sparen.  
stopp!: sascha, hör auf damit, dadurch wird es nicht besser. deine äußerungen sind spiegelbildlich zu kackes falschen verallgemeinerungen. die alternative steht nicht zwischen psycholgisierung/individualisierung auf der einen, und ideologisierter paranoia auf der anderen seite, sondern zwischen politischer diskussion und geplapper. entschuldige, aber so geht das nicht.  
lernfähige Lore: glaub mir, kacke, ich will antirassismus mit gaaanz ganz viel gefühl!  
Kacke: Um auf Sascha und Lore zu antworten: Der Text oben war wohl genau Ausdruck des verschrobenen Interesses am "Wie". Da man offenbar ein körperliches Unbehagen an Türken in Kreuzberg hatte (ich will das einmal "Idiosynkrasie" nennen, laut Wörterbuch eine "besonders starke Abneigung od. Widerwillen gegenüber bestimmten Menschen, Tieren, Speisen, Dingen o.ä."), wollte man wissen, wie man das äußern kann, ohne als linker Mensch gleich Rassist gescholten zu werden. Man hat sich diese Idiosynkrasie dann mit ihrem "Machismo" begründet, ohne zu merken, dass man sich selbst aufführt wie der letzte Macho.  
n.n.: ich finde, die diskussion hier bringt nichts mehr. hören wir auf und fangen eine neue an. fragen sind genügend da. (die bisherigen sachen können in ein archiv und für später verfügbar bleiben.) -- eine hoffnung, die ich damit verbinde: dass sich der diskussionsstil ändert. so wie es bisher zuging, waren mehr leute davon abgehalten, sich hier zu äußern, als hier geschrieben haben. außerdem ist der vorschlag einer mündlichen diskussion hoffentlich noch nicht vom tisch.  
Kacke: Über Rassismus wollte man dann bloß diskutieren, um zu wissen, wo die Grenzen liegen und wie man politisch korrekt bleibt. Und genau das finde ich so perfide. Dass jetzt die schlimmsten Anschuldigungen ausgepackt werden, die Kritiker wollten doch nur alles "kaputt" machen, halte ich wirklich für einen Beweis, dass Ihr - anders als Ihr vorgabt - nichts, aber auch rein gar nichts aus der Diskussion gelernt habt.  
Kacke: Noch eine Bemerkung, lieber Sascha. Hast Du Dir mal überlegt, dass solche Sätze wie "Wirst Du nicht genug geliebt in Leipzig? Hast Du keinen Freund, der dich sanft in die Arme nimmt und Dir das schöne, grossartige, wirkliche Leben zeigt?", abgesehen davon, dass sie sich an den falschen Adressaten wenden, von der Art sind wie: "Du musst doch nur mal richtig gefickt werden, dann vergehen Dir Deine feministischen Flausen schon." Ich finde es mittlerweile immer witziger, dass sich die Leute hier auf eine Kritik von Machismo als Rechtfertigung ihres Rassismo berufen (haben)!!!  
Kacke: Ich gebe gerne zu, dass der Vergleich mit dem "Stürmer" womöglich zu starker Tobak war. Aber so was sind eben polemische Verzweiflungstaten, wenn auf Kritik nicht reagiert wird. - Dann muss eben deren Gangart eben etwas gesteigert werden. Ansonsten habe ich nur wenig an meinen Diskussionsbeiträgen zurückzunehmen.  
Sascha B.: Ja, du hast recht, Kacke, meine letzten Bemerkungen waren von der Art. Ich bin halt einfach auch hilflos gegenüber einer derartigen Ignoranz und einem derartigen Mangel an Selbstkritik, wie sie aus deinen Äusserungen sprechen. Liess doch einfach mal, was in dem Link steht, den ein verständnisvoller Mensch hier geposted hat (für Dich speziell, die "Netiquette" betreffend). Im übrigen kannst Du sicher sein, dass ICH nachdenke, bevor ich hier schreibe - im Gegensatz offenbar zu einem Menschen, der sich "Kacke" nennt und zu feige ist, seine Identität zu offenbaren.  
Kacke: Wenn Ihr Linksradikale oder gar Kommunistinnen wärt, dann hättet Ihr vielleicht ein bißchen das Prinzip von Kritik und Selbstkritik verstanden, das nichts anderes heißt, als dass man auf begründete Kritik nicht mit narzißtischer Abwehr reagieren soll, sondern mit der Zueignung der Argumente, die als zwingend erkannt wurden. Ich gehe Euch da gern voraus, wenn Ihr mal von Eurem Beleidigungstrip runterkommt, und Euch Eure reaktionäre Psychopathologisierung spart. Nach dem Motto: Diese Spinnerin muss doch nur mal von einem richtigen Mann gestopft werden, dann hält sie schon das Maul.  
Kacke: Entschuldige, Sascha B., aber ich glaube nicht, dass "B." Deine bürgerliche Identität ist und dass Du mir diese bereits gelüftet hast.  
Sascha B.: Kacke, Du darfst Dich nicht darüber beschweren, dass auf Deine "Kritik" nicht reagiert wurde! Erstens: Es wurde reagiert, und Dir wurde mehr Aufmerksamkeit zuteil, als Du es verdient hast. Zweitens: Deine "Kritik" war nichts als blöde Anpisse. Du hast keine Kriterien, Du bellst nur wie ein angeschossener Hund (es hätte nur noch gefehlt, dass Du mir auf meinen HipHopSeiten "rassistischen antisemitischen Sexismus" vorgeworfen hättest).  
Kacke: Wollen wir das ganze doch sachlich angehen: Womit habe ich Deiner Ansicht nach die Netiquette verletzt?  
Sascha B.: Und zu "stopp!" (Nancy? - Ich bin jetzt für Klarnamen in dieser scheisse, sorry, ich hab´s einfach satt!): Doch, so geht´s! Psychologisierungen helfen eben notfalls weiter. "Kacke" ist ein "Fall", über den wir nur noch im Privaten reden können! Ich habe oft genug gesagt, wie scheisse ich den "Srib"-Artikel fand. Genauso scheisse wie diesen Diskussionsstrang! Ende!  
Kacke: Hallo Sascha: Das ist meine Art über Rassismus zu sprechen, denn jede andere Art halte ich für illegitim, nämlich für eine gefährliche Rechtfertigung von Rassismus als möglicher "Diskursposition" (um mal Euren Jargon zu gebrauchen). Mindestens für die Auseinandersetzung mit Rassismus gilt der Satz von Joachim Bruhn: "Wer nicht polemisch ist, der ist unsachlich."  
Sascha B.: Kacke, mein Lieblingsautor Thomas Bernhard meinte oft und zu recht, dass es nichts Schlimmeres gäbe, als sich lächerlich zu machen. Schau dir einfach mal den erwähnten Link an! Du hast gegen alle "zehn Gebote" verstossen, glaube ich. Leider bist du mir immer noch nicht richtig unsympathisch. Scheisse auch...  
Kacke: Die Psychiatrisierung des politischen Gegner ist eine Nazi-Methode. - Etwas anderes fällt mir zu Deinem letzten Beitrag nicht ein!  
Kacke: Augrund einem Zuvorkommen von Sascha B. ist es jetzt natürlich der vorletzte Beitrag.  
Kacke: tsts ... jetzt setzt schon die Sprache aus ... "eines Zuvorkommens" ... hört sich aber auch beschissen an.  
Sascha B.: Hey, es geht mir nicht um "Psychiatrisierung"; ich habe psychologisiert, das war doof genug, aber doch eben: was anderes! Und wenn Du tatsächlich nicht Holger aus Leipzig bist (ich habe mich da halt mal "vorgewagt"), dann: sorry! (Im Gegensatz zu Dir habe ich keine grundsätzlichen Probleme damit, Fehler einzugestehen.) Mensch, Alter, kannst Du auch lächeln? Oder würdest Du Dir dabei was vergeben? (Scheisse, schon wieder ne Psychologisierung, oder?)  
Kacke alias Dr. Freud: Noch dazu ist die Psychologie, wo sie nicht deutend-rekonstruktiv verfährt, sondern zur Unterordnung beliebiger Fakten unter ein abstraktes Schema gebraucht wird, ein billiges sexuelles Denunziationsmittel. Ich gebe dafür mal das Beispiel des durchaus renommierten Sexualwissenschaftlers Reimut Reiche, der dem Feminismus vorwarf, er sei nichts anderes als "Penisneid", weil Feministinnen glaubten, dass sie eigentlich etwas besäßen, was ihnen die Männer wegnehmen wollten. Ein anderes Beispiel ist new c, der mit dem psychoanalytischen Begriff der "Projektion" operiert, ohne sich zu vergegenwärtigen, dass alles Wahrnehmen Projizieren ist.  
Kacke: Das Problem mit dem "Psychologisieren" ist, dass man wenigsten eine gewisse Ahnung von Psychologie oder Psychoanalyse haben sollte, bevor man glaubt, sich zum Onkel Doktor erheben und andere zu "Fällen" degradieren zu können.  
Kacke: Ach nöö Du: wie Dein Beispiel beweist: man muss nur halbgebildet und arrogant genug sein!  
Kacke: Ist "Kacke" Kacke?  
Kacke: Oder ist "Kacke" einfach nur: kacke? Kacke ist ein Yuppie-Pisser, oder? Mit VHS-Diplom! N Türklinkenputzer! Versicherungsvertreter! Staubsaugervertreter! Mit Psychologie-Express-Kurs. Besserwisser-Kurs, Note 1+. Geil, so wie Kacke hier labern sonst nur Juristen: ick wees et bessa, Alta (Fingerschnipp)!  
Kacke: Kacke, Du hast keine Chance mehr, Kacke! Jetzt verlassen wir mal die Diskursdisziplin und werden obstruktiv.  
Kacke a.k.a. Scheisse: Scheisse, wa, Kacke?! Oder sollt ich sagen: Scheisse, wa Scheisse?!  
Kacke: Huch, das sind ja bestimmt 5 Verstösse gegen die Netiquette ... und dann noch der Identitätsklau! Richtig originell, wie sich hier das Ressentiment austobt.  
Kacke: Es ist doch unglaublich, welcher braune, hasserfüllte Mob sich heutzutage in der "Linken" tummelt und dabei auf Proletkult macht.  
Kacke: Am schönsten ist aber doch immer, dass das Faschisieren immer als sekundäres Berlinern daherkommt.  
Makaroff: Dazu fällt mir nichts mehr ein. Bitte archiviert diesen Quatsch als Beispiel. Ansonsten heb ich mir meine Energien für andere Kämpfe auf, auf der Straße und im Bett.  
jens: ja, jetz wirds zu eklig  
Brenda: Wer ist denn bitte schön Susis Ex-Mitbewohner??? Bzw. welcher von euch??? Oder ist das nur so dahingeschrieben...? Ich will Kontakt!!!  
Brenda: Im übrigen nehme ich die seite heute nacht raus, wenn niemand was dagegen hat. ich finde die diskussion einfach nur noch kacke. sie ist auch nicht mehr interessant. wenn irgendwer ernsthaft was dagegen hat, bitte kurz melden.